Shopify B2B — Interner Guide

Was die Plattform kann, wo sie aufhört, und was wir daraus anbieten. Stand: August 2026 · Consulting, Projektleitung, Entwicklung, Sales


Legende

LabelBedeutungKostenfolge
NativKonfiguration im Admin, alle bezahlten Plänekeine
Advancedab Plan AdvancedPlan-Upgrade
Plusnur Shopify PlusPlan-Upgrade
Functionkleines Entwicklungspaket (Shopify Function)gering
AppDrittanbieter-Applaufend
CustomEigenentwicklung oder MiddlewareProjekt
nicht möglich, auch nicht auf PlusPlattformfrage

Prüfreihenfolge bei jeder Anforderung: Nativ → Plan → App → Function → Custom → Plattformfrage. Ein Schritt wird erst übersprungen, wenn er die Anforderung nachweislich nicht abdeckt.


1. Firmen & Kunden

FeatureBeschreibung 
Company-ProfileFirmenkunde als eigenes Objekt statt als getaggter PrivatkundeNativ
StandorteJe Standort eigene Adressen, Steuer-ID, Steuerbefreiung, Zahlungsziele, Preise, Checkout-RegelnNativ
AnsprechpartnerPersonen mit Bestellrecht, jeweils mit eigenem KundenkontoNativ
BerechtigungenZwei Stufen: Standort-Admin und Nur-BestellenNativ
SelbstregistrierungFormular legt Firma, Standort und Kunde automatisch an; Freigabe manuell oder per FlowNativ
Eigene DatenfelderMetafelder auf Firma und Standort, such- und filterbar. Ankerfeld für ERP-KundennummernNativ
VertriebszuordnungMitarbeitende sehen nur die ihnen zugewiesenen AccountsNativ
MassenanlageImport über Matrixify oder Admin APINativ / App
Kunden-MigrationBestehende D2C-Kunden inklusive Bestellhistorie in eine Firma überführenNativ
Rollen jenseits von zwei StufenFreigeber, Nur-Ansicht, Budget pro PersonCustom

Zu beachten

  • Maximal 50 Ansprechpartner pro Standort. Die einzige Grenze im Datenmodell, die in der Praxis erreicht wird, etwa bei einem Grosskunden, dessen komplette Einkaufsabteilung über eine Zentrale bestellt. Lösung: Abteilungen als eigene Standorte anlegen, auch wenn sie physisch am selben Ort sitzen. Vor dem Datenimport klären.
  • Die Selbstregistrierung legt immer ein komplettes Set an: neue Firma, neuer Standort, neuer Kunde. Sie kann nichts an etwas Bestehendes anhängen. Registriert sich ein zweiter Einkäufer einer bereits angelegten Firma über das Formular, entsteht eine Dublette ohne Katalog, also mit Standardpreisen, die jemand im Admin manuell zusammenführen muss. Weitere Personen werden deshalb vom Standort-Admin im Kundenkonto eingeladen oder vom Händler im Admin angelegt. Das Formular ist nur für echte Neukunden. Gehört in die Kundenschulung, sonst entstehen über Monate Dubletten.
  • Bei gegatetem Zugang ist das Formular nicht erreichbar. Liegt der ganze Shop hinter dem Login, sieht ein Nicht-Angemeldeter auch die Registrierung nicht. Dann braucht es einen Weg ausserhalb: Formular auf der Marketing-Website, E-Mail an den Vertrieb, oder Anlage durch den Händler.

2. Preise & Kataloge

FeatureBeschreibung 
KatalogProduktauswahl plus Preisregel. Preis und Sichtbarkeit sind dasselbe ObjektNativ
Prozentuale AnpassungPauschaler Auf- oder Abschlag auf den gesamten KatalogNativ
FixpreiseFester Preis pro VarianteNativ
StaffelpreiseBis zu 10 Mengenstufen pro Produkt, live auf Produktseite und im WarenkorbNativ
MengenregelnMinimum, Maximum, Inkrement — also echte VerpackungseinheitenNativ
B2B-RabatteAutomatisch oder per Code, auf Firmenkunden beschränkbarNativ
Digitale Produkte & GeschenkkartenIm B2B-Katalog nutzbarNativ
Mehr als 3 aktive KatalogeBasic bis Advanced sind auf 3 begrenzt, über alle Markets zusammenPlus
Katalog direkt an Firma/StandortZuweisung ohne Umweg über einen MarketPlus
Kundenindividueller Preis auf jedem ArtikelBei vielen Kunden praktisch nur mit unbegrenzten KatalogenPlus / Custom
Nichtlineare oder kombinierte StaffellogikRabattlogik, die Kataloge nicht abbildenFunction
Kontraktpreise mit GültigkeitszeitraumKataloge kennen kein Von-Bis-DatumCustom

Zu beachten

  • Bei überlappenden Katalogen gewinnt immer der niedrigste Preis, nicht der spezifischere Katalog. Es gibt keine Priorisierung. Wer einem Standort einen allgemeinen Aktionskatalog und einen individuellen Vertragskatalog zuweist, bekommt artikelweise den jeweils günstigeren Preis, auch wenn der Vertragspreis eigentlich gelten sollte. Regel: Overlaps vermeiden, nicht steuern. Ein Standort bekommt einen Katalog, der alles enthält, was er sehen und zu welchem Preis er kaufen darf.
  • Nach Anwendung einer Staffel ist der Preis fix. Ein prozentualer Katalograbatt greift dann nicht zusätzlich obendrauf. Wer „30 Prozent Grundrabatt plus Mengenstaffel" verspricht, muss die Staffelwerte bereits inklusive Grundrabatt hinterlegen.
  • Maximal 10.000 Kataloge pro Shop. Relevant nur bei einem Muster: ein eigener Katalog pro Kunde, automatisiert aus dem ERP erzeugt. Dann ist diese Zahl die Obergrenze der Kundenzahl und gehört in die Architekturentscheidung. Bei manuell gepflegten Preisgruppen spielt sie keine Rolle.
  • 250 Preise pro API-Request beim Bulk-Sync. Bestimmt die Laufzeit jeder ERP-Preisübertragung. Bei 50.000 Preiszeilen sind das 200 Requests plus Rate Limits, das gehört in die Aufwandsschätzung und in die Frage, ob nachts oder in Echtzeit synchronisiert wird.

3. Bestellung & Checkout

FeatureBeschreibung 
B2B-CheckoutFirmenkontext, B2B-Preise, Zahlungsziele, One-PageNativ
BestellprüfungBestellungen eines Standorts landen als Entwurf statt als Bestellung — einstufigNativ
EntwurfsbestellungenMit Preis-Lock und Inventar-Reservierung, Rechnung direkt darausNativ
Bestellnummer des KundenPO-Nummer durch Käufer oder AdminNativ
Einmalige LieferadresseAbweichende Adresse direkt im CheckoutNativ
SchnellbestellungViele Varianten in einem Schritt in den WarenkorbNativ
Zusatzfelder im CheckoutEigene Pflicht- oder WahlfelderFunction / App
Versand- und Zahlungsoptionen filternOptionen je Kundengruppe ausblenden, sortieren, ergänzenFunction / App
Kontextueller CheckoutEigene Checkout-Darstellung je MarketAdvanced
Mehrstufige FreigabeketteBetrag → Freigeber → ProtokollCustom
Bestellupload durch den KäuferCSV oder PDF hochladen statt klickenApp / Custom
Merk- und BestelllistenWiederkehrende Warenkörbe speichernApp / Custom

4. Zahlungen

FeatureBeschreibung 
ZahlungszieleNet 7 / 15 / 30 / 45 / 60 / 90, fällig bei Fulfillment oder bei ErhaltNativ
Hinterlegte KreditkartenAuf Standort-Ebene, auch im Admin belastbarNativ
Manuelle ZahlungsartenVorkasse, Rechnung, Nachnahme, PayPalNativ
ZahlungserinnerungenAutomatisch zum Fälligkeitsdatum per FlowNativ
Dynamische ZahlungszieleZiel abhängig von Warenkorb, Kunde oder UmsatzFunction
Anzahlungen und TeilzahlungenDeposit und Restzahlung, Zahlung pro TeillieferungPlus
Rechnungskauf mit BonitätsprüfungPrüfung und Ausfallschutz durch Anbieter wie Mondu oder BillieApp
Kreditlimit mit Checkout-SperreShopify hat kein Kreditlimit-KonzeptCustom

5. Kundenkonto & Self-Service

FeatureBeschreibung 
Kundenkonto im FirmenkontextBestellhistorie, Standortwahl, passwortloser LoginNativ
ReorderFrühere Bestellung als neuen Warenkorb duplizierenNativ
Self-Serve-RetourenRücksendung durch den Kunden anstoßenNativ
Store CreditGuthaben, gebunden an den StandortNativ
Eigenes SSOAnmeldung über eigenen Identity Provider (OAuth 2.0 / OIDC)Nativ
Zusätzliche KontoseitenErweiterungen über Customer Account ExtensionsFunction / App
RechnungsarchivZugriff auf alle Rechnungen im KontoCustom
Frei gestaltbare KontoseitenKontoseiten sind Shopify-gehostet, nicht per Liquid templatebarCustom (Headless)

Zu beachten

  • B2B funktioniert ausschliesslich mit den neuen Kundenkonten. Läuft der Shop noch auf den alten, ist deren Migration Voraussetzung und nicht Nachgang. Die alten Konten sind seit Februar 2026 abgekündigt, das Abschaltdatum steht aus.
  • Der Login ist passwortlos. Der Kunde erhält einen Code per E-Mail. Bei Firmenkunden mit Sammelpostfächern oder strengen Mail-Filtern vorab testen; das ist ein häufiger Grund für Support-Tickets nach Launch.
  • Die Kontoseiten sind Shopify-gehostet und nicht per Liquid anpassbar. Gestaltungswünsche lassen sich nur über Account-Extensions umsetzen oder gar nicht. Wer eine vollständig eigene Oberfläche braucht, landet bei Headless. Das früh sagen, nicht im Design-Review.

6. Storefront

FeatureBeschreibung 
Trade-ThemeB2B-Theme, unter anderem mit versteckten Preisen vor LoginNativ
Firmendaten im ThemeFirmen- und Standortdaten in Templates und E-Mails ausgebenNativ
B2B-Inhalte per LiquidInhalte über customer.b2b unterscheidenNativ
Unterschiedliche Inhalte je MarketB2B und D2C mit eigenem KontextAdvanced
Eigenes Theme je B2B-MarketMehrere Märkte mit eigenem AuftrittPlus
Eigene Portal-OberflächeFrei gebaute Storefront mit FirmenkontextCustom (Headless)
Unterschiedliche Benachrichtigungstypen für B2B und D2CNur der Inhalt ist bedingbar, nicht der TypCustom

7. Automatisierung & Integration

FeatureBeschreibung 
Flow mit B2B-ObjektenZahlungsziele nach Umsatz anpassen, Freigaben automatisieren, überfällige Accounts markieren, Reorder-ErinnerungenNativ
Admin APIVollzugriff auf Firmen, Standorte, Kataloge, Preislisten — auch ohne PlusNativ
ERP-KonnektorenNetSuite nativ; Fulfil, Patchworks, Kensium für Sage, Acumatica, BrightpearlApp
EDI-BestellungenÜber SPS Commerce oder Crstl als Entwurfsbestellungen in den AdminApp
Analytics im B2B-KontextBerichte nach Firmenkunden filternNativ
ERP mit individueller Preis- oder KontraktlogikPreise, Bestand oder Bonität kommen aus dem FremdsystemCustom
Punchout (cXML, OCI, Ariba, Coupa)Einkaufsplattform des Kunden greift direkt zuCustom
Lagerallokation nach KundentypIm gemeinsamen Shop ist der Bestand geteiltCustom / zweiter Shop

8. Plan-Vergleich

Nur vier Unterschiede sind relevant. Alles Übrige ist plan-unabhängig.

 BasicGrowAdvancedPlus
Aktive Kataloge333unbegrenzt
Katalog direkt an Firma/Standort
Anzahlungen, Teilzahlungen, Zahlung pro Teillieferung
Kontextueller Checkout & Storefront

Voraussetzung auf Basic bis Advanced: Der Shop läuft auf den neuen Shopify Markets. Bei Altshops ist das nicht automatisch der Fall. Vor jeder Zusage im Kundenshop prüfen, sonst ist der erste Projektschritt eine Markets-Migration, die niemand eingeplant hat.


9. Datenmodell

Company                Firmenkunde (Dachobjekt)
 ├─ CompanyLocation     Der kaufende Standort: Preise, Steuer, Zahlungsziele
 └─ CompanyContact      Personen mit Bestellrecht

Catalog = PriceList (Preise) + Publication (Sichtbarkeit)
Market  = Gruppierungsebene für die Katalogzuweisung

Sechs Punkte, aus denen sich fast jede Grenze ableiten lässt:

  1. Der Standort kauft, nicht die Firma. Preise, Steuerbefreiung und Zahlungsziele hängen am Standort.
  2. Kataloge hängen immer am Standort, nie an der Firma oder am Kontakt.
  3. Preis und Sichtbarkeit sind identisch. Etwas verstecken heißt: aus dem Katalog nehmen.
  4. Es gibt zwei Berechtigungsstufen. Mehr ist Eigenbau.
  5. Kein Kreditlimit-Konzept. Auf keinem Plan.
  6. Keine Sicht auf das ERP. Verfügbarkeit, offene Posten, Bonität und Kontrakte liegen außerhalb.

10. Ein Shop oder zwei

Diese Entscheidung fällt vor allen anderen und ist praktisch irreversibel.

 Gemeinsamer ShopSeparater B2B-Shop
Admineinerzwei
Lagergeteilt, keine Trennung nach Kundentypgetrennt
Zugang gatennicht möglichvollständig
Auftrittidentisch, Unterschiede über Kontextfrei
Benachrichtigungennur Inhalt unterscheidbarB2B-spezifisch
Versand & Zahlunggleiche Optionen, Trennung über Function oder Appnur B2B
Apps & Integrationeneinmaldoppelt einrichten und bezahlen
Selbstregistrierungverfügbarnicht bei gegatetem Zugang

Entscheidungsregel: Gleiche Produkte, gleiches Lager, gleiches Team → gemeinsamer Shop. Getrenntes Lager oder gegateter Zugang → separater Shop.


11. App-Auswahl

Ausschlusskriterium zuerst: Setzt die App auf dem nativen Datenmodell auf, oder umgeht sie es? Apps, die mit Kunden-Tags, Variantenduplikaten oder umgeleiteten Entwurfsbestellungen arbeiten, kollidieren mit nativem B2B, verfälschen Analytics und Bestände und machen jede spätere Migration teuer.

Danach prüfen:

  • Aktuell gepflegt, „Built for Shopify", Support erreichbar
  • Preismodell auf 24 Monate hochgerechnet. Einige Anbieter haben harte Bestellobergrenzen in den unteren Tarifen
  • Datenhoheit: Wo liegen Preise und Firmendaten, was passiert bei Deinstallation
  • Läuft auf Checkout Extensibility und Functions, nicht auf Altmechanismen
  • Anzahl injizierter Skripte, clientseitig gerenderte Preise (SEO und Performance)
  • Überschneidung mit oder Blockade von nativen Funktionen
  • Im Trial mit echten Szenarien getestet: Staffelpreis, Mindestmenge mit Inkrement, Net-30-Bestellung, Retoure

Keine App nehmen, wenn eine Plan-Grenze das eigentliche Problem ist, drei Apps ein Problem lösen, oder die App zum führenden System für Preise wird.


12. Eigenentwicklung: Stufen

Immer die kleinste ausreichende Stufe anbieten.

StufeMittelTypischer Einsatz
1Theme und LiquidB2B-Inhalte, Preise vor Login verstecken, Firmendaten anzeigen
2Shopify FunctionsPreis-, Rabatt-, Versand-, Zahlungs- und Validierungslogik. Functions kennen den Firmenkontext
3Checkout- und Account-ExtensionsZusatzfelder, zusätzliche Kontoseiten
4Custom App mit Admin APIEigene Admin-Oberflächen, Massenpflege, Sync-Logik
5MiddlewareERP, PIM, WMS oder Bonitätsprüfung als führendes System
6HeadlessEigene Portal-Oberfläche

Bewährtes Muster: Metaobjects als Datenhaltung plus Cart-Transform-Function für die Preislogik. Damit lassen sich kundenindividuelle Preise und nichtlineare Staffeln ohne Katalog-Missbrauch und ohne App abbilden.

Zu beachten: Pro Shop ist nur eine Cart-Transform-Function aktiv. Sie ist damit eine knappe Ressource. Installiert eine App eine eigene, ist der Platz belegt und umgekehrt blockiert unsere Function künftige Apps, die darauf angewiesen sind. Vor dem Bau prüfen, ob der Slot frei ist, und im Projekt dokumentieren, dass er belegt wurde.

Gerechtfertigt, wenn mindestens eines zutrifft: Ein Fremdsystem führt die Daten. Der Prozess ist der Wettbewerbsvorteil. Keine App deckt 80 Prozent ab. App-Kosten skalieren schlechter als Entwicklung. Compliance verbietet den Datenabfluss. Der App-Stack ist selbst das Problem. Eigene Oberfläche ist geschäftskritisch.


13. DACH und Schweiz

ThemaStandLösung
USt-IdNr.-PrüfungNative VIES-Prüfung gibt es im Gast- und Shop-Pay-Checkout, nicht im B2B-CheckoutPrüfung ins Onboarding legen, Steuerbefreiung am Standort setzen; App oder Middleware
Reverse ChargeNur grenzüberschreitend EU bzw. EU→UK, abhängig vom Fulfillment-Standort. Bei VIES-Ausfall wird Steuer berechnet, kein OverrideShopify Tax für EU/UK, Evidenz außerhalb des Checkouts sichern
Schweizer MWSTShopify Tax deckt CH nicht ab. Normalsatz 8,1 %. Erhöhung auf 8,5 % beschlossen, frühestens 2028 und referendumspflichtigmanuelle Steuereinstellungen
Zoll CH↔EUFür die Zollberechnung im Checkout wird neben dem Zolltarif das Produktgewicht benötigtGewichte pflegen, Markets-Zollfunktion
QR-RechnungSchweizer Standard seit 2022, keine B2B-Pflicht zur strukturierten E-RechnungApp
E-Rechnung DeutschlandEmpfangspflicht seit 2025. Versandpflicht ab 2027 über 800.000 € Vorjahresumsatz, ab 2028 für alle. ZUGFeRD 2.x, XRechnung. Shopify hat keine native E-RechnungApp oder ERP
Revisionssichere ArchivierungNicht nativApp oder ERP
RechnungskaufZahlungsziele sind nativ, Bonitätsprüfung und Ausfallschutz nichtMondu, Billie oder Warenkreditversicherung
NettopreiseIm gemeinsamen Shop muss die D2C-Seite preisangabenkonform bleibenTheme- und Market-Konfiguration
Widerrufsrecht, AGBIm B2B abweichend von B2CKunde und dessen Anwalt

14. Unser Angebot

PaketFür wenInhaltDauer
Readiness-CheckAlle, die B2B planen oder ein bestehendes Setup hinterfragenAnforderungsaufnahme, Mapping auf Nativ/Plan/App/Custom, Bewertung des App-Stacks, Plan-Empfehlung mit Kostenvergleich, Ein-oder-zwei-Shops-Empfehlung, Risikoliste, GrobschätzungTage
Native AktivierungBestehender Shop, bis drei Preisstufen, Standard-ZahlungszieleMarkets-Voraussetzung, Firmen und Standorte, Kataloge und Preise, Zahlungsziele, Selbstregistrierung, Kundenkonten, Theme-Anpassung, Flow, Steuerlogik, SchulungWochen
B2B-NeubauKein Shopify-Bestand oder bewusst separater Shopwie oben, plus Store-Setup, Theme, Gating, Versand und Zahlung, Rechnungsprozess, IntegrationenWochen bis Monate
MigrationLegacy Wholesale Channel, tag-basierte Apps, alte Kundenkonten, Scripts und checkout.liquidDatenmigration, Katalogaufbau, Redirects, Neubau von Rabatt- und Versandlogik auf Functions, Tracking auf Web Pixelsprojektabhängig
ERP-AnbindungSobald ein ERP Preise, Bestand oder Kunden führtKonnektor, Middleware oder Custom-Integration; Führungssystem klären, Sync-Richtung und -Frequenz, ERP-IDs in Metafeldern, Batch-Grenzen und Rate LimitsWochen bis Monate
Custom-LayerWenn Kapitel 1 bis 7 mehrere „Custom" ergeben, Shopify aber passtPreislogik über Metaobjects und Cart Transform, Checkout-Validierung, Freigabelogik, Angebotsprozess auf Entwurfsbestellungen, Kontoerweiterungen, Portalprojektabhängig
DACH-ComplianceMeist Position in anderen ProjektenSteuerlogik, USt-IdNr.-Prüfung, Nettopreise, Rechnungsformate, RechnungskaufTage bis Wochen
BetriebLaufende KundenReview nach jeder Edition, Prüfung ob native Funktionen App- oder Custom-Bausteine ersetzen, Fristen-MonitoringRetainer

Aktuelle Fristen für Bestandskunden: Shopify Scripts sind seit Ende Juni 2026 abgeschaltet. Die Frist für checkout.liquid auf Basic bis Advanced läuft Ende August 2026 aus. Alte Kundenkonten sind abgekündigt, das Abschaltdatum steht aus.

Dauerangaben sind Erfahrungswerte für die Kalkulation, keine Zusagen. Vor Angebotslegung gegen eigene Projektdaten ersetzen.


15. Wann Shopify nicht passt

Shopify B2B ist das falsche System, wenn eines dieser Themen Kernprozess ist und nicht Ausnahme:

  • Angebotsprozess mit Vertragspreisen und Gültigkeitsdaten
  • mehrstufige Freigabehierarchien
  • harte Kreditlimits mit Echtzeit-Blockade
  • Punchout-Integration als Regelfall
  • Bestellupload durch den Käufer als zentraler Kanal
  • vertraglich fixierte Preislogik weit jenseits der Katalogstruktur

Im DACH-Raum ist Shopware 6 dann die erste Alternative: Die B2B Components decken Angebotsverwaltung, Mitarbeiterverwaltung mit Budgets, Schnellbestellung und Freigaberegeln nativ ab. Danach je nach Größe OroCommerce, Adobe Commerce, Spryker oder SAP Commerce Cloud.

Umgekehrt: Bei überschaubarer B2B-Komplexität und bestehender oder geplanter Shopify-Nutzung ist Shopify B2B 2026 eine tragfähige Wahl.


16. Häufige Fehler

FehlerFolge
App installieren, was seit April 2026 nativ verfügbar istlaufende Kosten ohne Nutzen, Migrationsschuld
Custom bauen, was nativ existiertvermeidbarer Aufwand
Ein-oder-zwei-Shops ohne Analyse entscheidenpraktisch irreversibel
Ohne Requirements-Mapping startenLücken werden erst im Build sichtbar
App wählen, die das native Datenmodell umgehttechnische Schuld ab Tag eins
Überlappende Kataloge anlegenniedrigster Preis gewinnt, unerwartete Preise
Vendor-Blogs als Faktenbasisfalsche Machbarkeitsaussagen
Plus-Upgrade nicht durchrechnenteurere Lösung als der teurere Plan
Headless vor den Basics bauenPortal ohne Reorder, Preise, Zahlungsziele
Bonität und Forderungsausfall nicht ansprechenkaufmännisches Risiko beim Kunden
App-Preismodell nicht hochrechnenBestellobergrenzen greifen bei Wachstum
Fristen ignorierenScripts, checkout.liquid, alte Kundenkonten

17. Pflege dieses Dokuments

Shopify verändert B2B in jeder Edition. Review nach jeder Edition, mindestens quartalsweise. Maßgeblich sind Shopify Help Center und Developer Docs, nicht Blogbeiträge.

Verantwortlich: Patrick Mohr · Letzte Prüfung: 01.09.2026

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